Trapez Training am 15.09.2013

Erst Regen und dann zu wenig Wind; aber davon lassen wir uns nicht abhalten. Heutiges Thema ist die Vorschoter-Tätigkeit und speziell das Trapez-Segeln. Matthias und Jan stellen den 12 Teilnehmern die vielfältigen und anspruchsvollen Aufgaben des Vorschoters vor. Da ist doch viel mehr zu tun, als nur die Vorschot zu halten. Genaue Segelstellung je nach Kurs und Wind, Gewichtstrimm, Vorfahrtsregeln und Regattataktik sind nur einige der vielen Aufgaben. Nach der Theorie werden die Trapezwesten angezogen und es geht zum Boot. Allerdings liegt das Boot an Land und der Mast ist am Baum festgebunden. Hier übt es sich erst einmal am besten, sich in das Trapez einzuhängen, zwischen Sitzen und Stehposition auf dem Süllrand zu wechseln und Vertrauen zu dem dünnen Trapezdraht zu gewinnen. Jan zeigt jedem einzeln, wie man sich am besten im Trapez bewegt. Als nächstes wird das gleiche an einem Boot auf dem Wasser geübt. Leider ist heute zu wenig Wind, um das Trapezsegeln während der Fahrt unter Segeln zu üben. Trapezwesten sind aber im Verein vorhanden und der nächste Tag mit viel Wind kommt bestimmt …

Matthias

Hervorragende Ergebnisse bei den Internationalen Deutschen Jugendmeisterschaften durch SGEler!

Die Internationale Deutsche Meisterschaft aller Jugendbootsklassen 2013 an der Ostsee,  ausgetragen in Ribnitz-Damgarten, endete mit einem sensationellen Erfolg für die Erlanger Teilnehmer. In der 420er-Klasse holte Lucy Britting von der Segelgemeinschaft Erlangen (SGE) als Vorschoterin zusammen mit ihrem Münchner Steuermann Benedikt Northoff (BYC) den 2. Platz in der Gesamtwertung und damit den Titel des Deutschen Vizejugendmeisters 2013.

Während der 13 Wettfahrten kam es zu spannenden Zweikämpfen an der Spitze des Regattafeldes. Zeitweise war das bayrische Team punktgleich mit den späteren Siegern aus Hamburg und musste sich erst bei der letzten Wettfahrt geschlagen geben.  Erst mit deutlichem Punkteabstand folgten dann die weiteren Teilnehmer aus ganz Deutschland, Polen und den Niederlanden. Von der Segelgemeinschaft Erlangen hatten sich in diesem Jahr weitere neun Segler für diese Meisterschaft qualifiziert. Ebenfalls in der 420er-Klasse, bei der insgesamt 118 Boote teilnahmen,  erzielte das Team Nils Bordasch/Linus Tönnishoff den 56. Platz. Das jüngste Team der Erlanger, die 13jährige Julia Achterberg erreichte mit ihrer 14 Jahre alten Steuerfrau Svenja Britting Platz 104, die Mannschaft Emanuel Sizmann/Björn Brügmann belegte  Platz 109. Mareike Bordasch erzielte von 91 Laser Radial Booten den 41. Rang, Leonie Hunger schaffte es auf den 77. Platz. In der 29er Klasse kam Tobias Jesberger mit seinem Nürnberger Steuermann Johannes Dietrich auf den 42. Platz von 50 teilnehmenden Booten.

Der Erfolg von Benedikt Northoff/Lucy Britting ist umso höher zu bewerten, da sie sich erst vor wenigen Monaten als Mannschaft zusammentaten  und sich zusätzlich nur mit einer minimalen Anzahl von Qualifikationsregatten die Zulassung für die Jugend-Europameisterschaft in Irland erarbeiteten konnten. Mit diesen Ergebnissen zeigen die SGE-Segler weiterhin ein hohes sportliches Niveau und knüpfen an die Erfolge der Vorgänger in den 90er Jahren an, die international im Rennen waren.

Da das heimische Gewässer mit seinen langen Fadenalgen ein Training stark erschwert – der Dechsendorfer Weiher ist ja leider das bayrische Schlusslicht unter den Seen bezüglich der Wasserqualität – sind lange Anfahrtswege zu anderen Seen nötig, um sich auf Regatten vorzubereiten. Dies wäre ohne die Eltern der Jugendlichen unmöglich. Die gute Grundausbildung ist u.a. den ehrenamtlichen Fachübungsleitern des Vereins, voran Jugendwartin Erika Rathje zu verdanken.

Mit diesen Platzierungen aus Mecklenburg-Vorpommern darf man auf weitere Erfolge auch bei internationalen Regatten gespannt sein.

2013 gIDJM-Teilnehmer SGE

von links nach rechts: Björn Brügmann (420er ), Leonie Hunger (Laser), Emanuel Sizmann (420er), Lucy Britting (420er), Nils Bordasch (420er) Mareike Bordasch (Laser Radial) Linus Tönnishoff (420er), Tobias Jesberger (29er) .Es fehlen Julia Achterberg und Svenja Britting.

Inge/Lucy/Jan

Spinnaker Training am 20.07.2013

Bei Sonnenschein und optimalen Wind haben 9 Spinnaker Neulinge einen Einstieg in den Umgang mit dem „Raumwind-Nachbrenner“ gewagt. Zuerst wurde das Thema in der Theorie vorgestellt, dann ging es aber schnell zu den Booten, wo Trainer Anne und Matthias zuerst an Land die notwendigen Handgriffe zeigten. Die Teilnehmer konnten schon mal den Spi setzen und bergen und durch die richtige Schotführung den Spi zum Stehen bringen. Dann ging es auf das Wasser, und es wurde fleißig gekreuzt, um Höhe zu gewinnen, und dann mit dem gesetzten Spi schnell wieder das andere Ufer zu erreichen. Setzen, Spi Führung und Bergen gingen immer leichter von der Hand. Leider verging die Zeit viel zu schnell, und alle waren sich einig, dass es viel Spaß gemacht hat. An den Spi hatten sich viele nicht getraut, aber mit den richtigen Tipps ist das auch keine Hexerei.

Matthias

4. Vereinsmeisterschaft am 06.07.13

An diesem Samstag passte alles für die Meisterschaft. Das Wetter war gut, die Sonne schien und vor allem gab es schönen Wind. Die Zahl der Teilnehmer war trotz der guten Bedingungen sehr bescheiden.
Am Start waren 2 x Laser, 3 x 420er und 2 x Korsar.
Deshalb startete Wettfahrtleiter Matthias mit seinen Helfern Björn und Karl pünktlich um 14:00h alle 3 Klassen gemeinsam und konnte nacheinander 3 Wettfahrten durchführen lassen. Alle Teilnehmer kamen in ihren Klassen aufs Treppchen. Die Ergebnisse findet ihr in entsprechend Rubrik.

Zum Abschluss konnten noch mitgebrachte Kuchen genossen werden und beim Schnack die  Meisterschaft ausklingen.

Karl

Opti-Treff 2013

Am Wochenende fand bei der Segelgemeinschaft Erlangen am Dechsendorfer Weiher eine Regatta für Optimistensegler statt. Da der Wind am Samstag sehr schwach war, konnte nur eine Wettfahrt gesegelt werden, aber Kuchen, ein Segelquiz und Grillen am Abend trugen dazu bei, dass die jungen Segler mit ihren Eltern sich wohl fühlten.

Auch der Sonntag begann mit wenig Wind, doch ab 11 Uhr begann der Wind immer mehr aufzufrischen. So konnte Wettfahrtleiter Jan Hofmann mit seiner Assistentin Lucy Britting noch drei Wettfahrten segeln lassen. Alle Nachwuchssegler zeigten, dass sie auch bei starken Böen ihr Optimist-Boot beherrschten, denn es gab keine Kenterung.

Jugendwart Erika Rathje konnte bei der Siegerehrung in der Gruppe der fortgeschrittenen Regattasegler die Siegerpokale und Stadtmeisterschaftstitel an Erlanger Segler überreichen: 1. Marco Jung 2. Peter Brase 3. August von Fedak. In der Gruppe der beginnenden Regattasegler wurde Stefanie Scheer (SGE) Siegerin und Stadtmeisterin, da sie bei den Wettfahrten mit starkem Wind zweimal als erste die Ziellinie kreuzte. Der 2. Platz ging an Paul Aßmann von Brombachsee (1.WSC), dritte wurde Finja Becker vom Yachtclub am Tergernse. Den 4. Platz und 2. der Stadtmeisterschaft belegte Sonja Brase (SGE), 3. Stadtmeister wurde Christian Schalk (SGE) mit Platz 8 der Gesamtwertung.

Erika

Hier gibt es die Ergebnisliste; Fotos folgen.

Frankenpokal 2013

Am zweiten Juniwochenende fand bei uns der Frankenpokal für die Bootsklassen Laser, 420er und Korsar statt. Da die 420er-Klasse schon traditionell  eine Ranglistenregatta (Faktor 1.00) bei uns ausrichtet und der Qualifikationszeitraum für die Teilnahme an der Internationalen Deutschen Jugendmeisterschaft dieser Klasse kurz danach endet, treten auch immer einige auswärtige Mannschaften bei uns an.

Dieses Jahr haben diese Jugendmannschaften im 420er auch gleich noch Verstärkung in den anderen Klassen mitgebracht, so dass Udo als Wettfahrtleiter am Samstag nach kurzer Wartezeit insgesamt 9 Laser, 4 Korsare und 16 420er auf die Bahn schicken konnte. Der Dechsi präsentierte sich nach dem Hochwasser der letzten Woche fast algenfrei und mit Schwert-freundlicher Wassertiefe in prächtiger Verfassung und stand damit Wetter (Sonne!) und Wind (erstaunlich stark und konstant) in nichts nach.

So konnten vor den Augen zahlreicher Zuschauer rund um den See am Samstag bei idealen Bedingungen drei Wettfahrten gesegelt werden. Der gute Wind überforderte wohl die Konzentration einiger Segler, die beim Zählen der gesegelten Runden so ihre Probleme hatten und (in einer kleinen Gruppe) eine Runde zu viel segelten, während die anderen Segler direkt das Ziel anliefen. Insgesamt war die Stimmung auf dem Wasser wie auch an Land sehr gut – es gab weder Proteste noch die sonst (zumindest im 420er) fast schon üblichen lautstarken Auseinandersetzungen um „Raum“ an den Tonnen.

Am Abend wurde dann nach der Verpflegung der neue Vereins-420er auf den Namen „Windfinder“ getauft. Gesegelt wird das Boot von Svenja Britting und Julia Achterberg, die auch gleich gute Platzierungen damit erringen konnten.

Wie angesagt begann der Sonntag dann mit einem heftigen Gewitter und anschließender Flaute, weshalb keine Wettfahrt mehr angeschossen werden konnte. Bei der folgenden Siegerehrung schien schon wieder die Sonne, so dass die auswärtigen Teilnehmer ihre Boote im Trockenen einpacken konnten.

Insgesamt fand die Veranstaltung bei Teilnehmern und „Organisationspersonal“ großen Anklang. Gedankt sei an dieser Stelle neben den Teilnehmern auf dem Wasser auch noch einmal der Wettfahrtleitung durch Udo und Mareike sowie Jörg als Schiedsrichter und Bojenleger. Auch das Landpersonal in Küche, an Grill, Motoren-Reparatur, Werkstatt und natürlich bei der Organisation war tatkräftig am Gelingen des Frankenpokals beteiligt. Ihnen allen gebührt das Lob, das durch die Eltern einer externen Teilnehmerin übermittelt wurde:

auch wenn die Anfahrt so lange dauert, da geh‘ ich nächstes Jahr auf jeden Fall wieder hin!

Vielleicht animiert dieser Satz ja auch den einen oder anderen SGE-Segler, sein Boot im nächsten Jahr auszupacken, um bei unserer eigenen Regatta dabei zu sein.

 

Die Ergebnislisten sind hier zu finden, Fotos (Danke Markus!) stehen hier online.

Jan

Erste Sommerplatzpflege

Das nenn ich mal so richtiges Planungsglück:  Platzpflege am 1. schönen Sonnentag seit ewigen Zeiten. Am Schluß waren es 25 Hilfswillige, die kräftig zupackten und so unser Gelände schick gemacht haben für Frankenpokal und Stadtmeisterschaft.
Besten Dank auch nochmal von dieser Stelle.

Michael und Uwe

 

Segeln mit Handi-Caps

Die SGE hatte 12 Kinder und Jugendliche von der Georg-Zahn-Schule, die von der Lebenshilfe Erlangen betreut werden, zu einem gemeinsamen Segeln unter dem Schlagwort „Inklusion“ eingeladen. Die Teilnehmer sollten, – und wurden – , in die Grundzüge des Segelns praktisch und theoretisch  eingeführt. Sie lernten, wie man sich auf der schwankenden  Jolle bewegt, wie man mit dem Segel den Wind einfängt, und wie man einen Palstek knotet.

Das gemeinsame Segeln wurde umrahmt von einer Demonstration von Modell-Schiffen sowie einem Fußball-Turnier mit einem Mini-Tisch-Kicker.  Bei Kaffee und Kuchen und einem abschließenden Grillen blieb reichlich Zeit zum gegenseitigen Kennenlernen . Mit einer Teinahme-Urkunde und einem Vorschoter- Cap wurden die Handi-Caps, denen die Freude buchstäblich ins Gesicht geschrieben war,  verabschiedet. Natürlich mit großem Dank u.a. an die Steuermänner, die Modellbauer  und die Küchenhelfer.

Die Durchführung war weniger kompliziert als befürchtet. Allerdings war ein Slippen über die westliche Slipanlage wegen des dort sehr starken Algenwuchses praktisch unmöglich, auch nicht nach verschiedenen Säuberungsversuchen: für Optis war kein Durchkommen. Inge hat von der Stadt die Zusicherung erhalten, daß (von uns) herausgefischte Algen  von der Stadt (werk-) täglich abgefahren werden.

Weitere Treffen mit Inklusion  werden wir mit Uli Kahnt, unserem Mitglied und Partner von der Lebenshilfe,  vorbereiten. Und hoffen auf eine rege Unterstützung  durch Euch alle.

Die SGE gehört zu den ersten Segelvereinen in Deutschland, die Schritte der Inklusion beim Segeln probieren. Inklusion heißt: Behinderte und Nichtbehinderte  arbeiten gleichberechtigt zusammen bzw. führen gemeinsam einen Sport durch, hier das Segeln.

Im Internet findet man mehr bzgl. Inklusion beim Segeln u.a. unter „Physiosail“ (Therapie-Ansatz), „Schiffer Gilde e.V. München“, „Segelclub Hattingen“, „Segelclub Prien/Chiemsee)“ und  „SFBEH Köln“. Diese und weitere Clubs und gemeinnützige Veranstalter  bieten Törns auf Oldtimer-Segelschiffen im Rahmen einer Ferien-Betreuung an.

Unter „www.behindertenbeauftragter.de“ sind aktuell 129 Inklusions- Aktivitäten im deutschen Sport gelistet, davon 20 Projekte in Bayern.